Wahnsinn, wie die Zeit rennt
Bereits sind drei Viertel des Jahres 2026 vorbei – und wir fragen uns ehrlich gesagt, wo die Zeit geblieben ist. Gefühlt haben wir doch gerade erst Neujahr gefeiert!
Der Sommer, wenn man das, was dieses Jahr hier stattfand, überhaupt so nennen kann, ist vorbei und der Herbst nähert sich in grossen Schritten. Die Nächte werden wieder dunkler und bereits wurden die ersten Nordlichter gesichtet. Bei uns war es dafür leider viel zu bewölkt.
Während anderswo langsam die Herbstferien beginnen, laufen bei uns die Wintervorbereitungen bereits auf Hochtouren.
Viele liebe Gäste auf Strömgården 1884
Auch im August war bei uns einiges los. Wir durften viele liebe Gäste auf unserem Stellplatz begrüssen. Schwedische Reisende haben den Weg zu uns gefunden, ebenso Schweizer und Deutsche, die wir bisher noch nicht kannten und über deren Besuch und das Kennenlernen wir uns sehr gefreut haben.
Aber auch alte Bekannte aus Deutschland waren wieder da – und als ganz besondere Überraschung standen plötzlich ehemalige Nachbarn aus der Schweiz auf unserem Stellplatz. Damit hätten wir nun wirklich nicht gerechnet!
Und last but absolutely not least: Auch Urs' Eltern haben uns besucht und einige Tage in der Stuga verbracht.
Es freut uns sehr, dass unser Stellplatz immer bekannter wird. Wir hoffen natürlich, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen und gerne wiederkommen. Und genauso freuen wir uns darauf, mit der Zeit immer mehr Menschen in unserer Stuga im schönen Jämtland begrüssen zu dürfen.
Kurz gesagt: Wir freuen uns über Ersttäter genauso wie über Wiederholungstäter – und natürlich am liebsten über beides!
Saisonende in der Kaffestuga
Auch in der Kaffestuga durften wir im August immer wieder bekannte Gesichter und viele neue Gäste begrüssen. Der Montag hat sich allerdings gegen Ende der Saison deutlich weniger gut entwickelt.
Deshalb überlegen wir, im nächsten Jahr die Kaffestuga montags nur noch im Juli zu öffnen und im August wieder ganz auf den Sonntag zu setzen. Mal sehen, was daraus wird.
Zwei Fassaden fertig!
Rund um den Hof wurde natürlich ebenfalls fleissig gearbeitet.
Unsere zwei Fassaden sind nun endlich fertig gestrichen – und wir müssen zugeben: Es macht tatsächlich einen Unterschied! Das Haus wirkt gleich viel gepflegter und frischer.
Eine Fassade bleibt noch übrig. Die nehmen wir dann im nächsten Jahr in Angriff. Eines nach dem anderen – wir wollen uns ja schliesslich nicht arbeitslos machen.
Unsere Ziegen und die Kunst der Entschleunigung
Für unsere sechs Ziegen haben wir immer wieder neues Weideland eingezäunt, damit sie sich ihrem heissgeliebten „sly“ widmen können.
Da die Damen auf der strassenzugewandten Seite allerdings ziemlich schreckhaft sind, haben wir in den letzten Wochen einiges an Zeit mit ihnen auf der Weide verbracht.
Man kann es sehen, wie man will: Einerseits ging dadurch natürlich Zeit verloren, die wir für andere Arbeiten hätten gebrauchen können. Andererseits wurden wir dazu gezwungen, etwas ruhiger zu werden und einfach einmal dazusitzen. Und ehrlich gesagt: Wir sehen es als durchaus entschleunigend an.
Die Zeit mit unseren lustigen Damen haben wir jedenfalls sehr genossen. Auch wenn sie uns immer wieder auf Trab halten.
Die Ziegen auf Abwegen
Ein Montagmorgen, den wir so schnell nicht vergessen werden:
Einige unserer Ziegen fanden heraus, dass man offenbar durch das Hühnerloch im Zaun spazieren kann. Ja, richtig gelesen: durch das Hühnerloch! Patricia wollte die Ausbrecherinnen natürlich wieder zurückscheuchen. Das funktionierte erstens nicht besonders gut und zweitens nutzte Alva die Gelegenheit, um gleich noch einen weiteren Ausflug zu unternehmen – auf die Rinderweide.
Natürlich waren genau in diesem Moment auch die Rinder auf dieser Seite der Weide. Und natürlich fanden sie die plötzlich auftauchende Meckerziege ausgesprochen spannend.
Die Rinder rannten aufgeregt um Alva herum, was diese wiederum ziemlich erschreckte. Und was macht eine Ziege, wenn sie sich erschreckt? Sie flieht. Alleine hatte Patricia keine Chance, Madame wieder einzufangen. Zum Glück waren genau zu diesem Zeitpunkt unsere lieben ehemaligen Nachbarn noch auf dem Stellplatz und haben sofort mitgeholfen. Gemeinsam wurde Alva unter den neugierigen Blicken der Rinderherde wieder zurückgebracht. Die Rinder fanden das Ganze offensichtlich mindestens genauso interessant wie wir. Da Alva die grossen Tiere dann doch etwas unheimlich waren, kam sie schlussendlich sogar ganz freiwillig an der Leine mit Patricia zurück. Uff!
Für einen kurzen Moment hatte Patricia bereits eine Verkaufsanzeige für die Ziegen auf Facebook vorformuliert. Aber keine Sorge: Natürlich lieben wir unsere Zicken und selbstverständlich dürfen sie noch lange hierbleiben. An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Helfer! Ihr wart grossartig!
Ein bisschen mehr Platz für alle
Inzwischen haben wir den Zaun zum Hühnergehege komplett geöffnet und die Ziegen dürfen diesen Bereich ebenfalls nutzen.Dadurch konnten wir zusätzliche Fressplätze schaffen und sicherstellen, dass alle Ziegen – ganz unabhängig von ihrer Rangordnung – jederzeit Zugang zu frischem Heu haben.
Für unsere Hühner suchen wir momentan noch nach einer guten Lösung. Sie sollen wieder einen eigenen Aussenbereich bekommen, in dem sie von den Ziegen nicht gestört werden.
Natürlich können weiterhin alle Tiere die grosse, eingezäunte Weide nutzen, wenn sie möchten. Aber ein ruhiger, meckerfreier Rückzugsort für die Hühner soll auch künftig auf jeden Fall vorhanden sein.
Auch unsere Kühe kommen nicht zu kurz
Für Oktober haben wir bereits die nächste Pediküre organisiert.
Und rund um die Futterraufe haben wir ebenfalls Hand angelegt. Der Boden wurde mit Wegtuch und grobem Kies befestigt, damit unsere Kühe künftig trockenen Fusses an ihr Futter kommen.
Im Moment sind unsere Böden aufgrund des vielen Regens sehr stark wassergesättigt. Auf den Weiden verteilt sich das Wasser zum Glück ganz gut und kann zwischendurch auch wieder etwas abtrocknen. Rund um die Futterraufe sieht es allerdings anders aus: Durch die vielen Tiere und die ständige Bewegung wurde es dort regelrecht sumpfig.
Das gehört nun glücklicherweise der Vergangenheit an – und wir sind sehr froh, dass wir diese Arbeit erledigen konnten.
Und sonst so?
Auch an vielen anderen Ecken des Hofes wurden kleine Projekte weitergeführt, abgeschlossen oder ganz nebenbei bereits wieder neue entdeckt.
Langweilig wird es uns also auch in den kommenden Monaten ganz bestimmt nicht.
Trotzdem freuen wir uns jetzt auf einen etwas ruhigeren September. Vielleicht schenkt uns der Herbst ja noch ein paar sonnige und warme Tage. Und vielleicht klappt es dann auch mit den ersten Nordlichtern der Saison über Strömgården 1884.
Wir lassen uns überraschen.
Wir wünschen euch einen wunderschönen, farbenfrohen und vielleicht sogar ein bisschen magischen Herbst.
Und wer weiss – vielleicht sehen wir uns ja bald wieder auf Strömgården 1884.
Herzliche Grüsse
Patricia und Urs

